Gratis bloggen bei
myblog.de


9zehn
verliebt & glücklich
verträum & kreativ
More?
Tagebuch
Es war einmal....
Liebesbriefe ♥
Mrs.Melancholy
Wunschzettel
Emetophobie
Designer
Emetophobie - Angst vorm Erbrechen

Die Angst vor dem Erbrechen wird auch als Emetophobie bezeichnet.
Sie gehört zu den spezifischen Phobien.

Emetophobiker haben Angst bis hin zu Panik,
a) dass ihnen übel wird und sie erbrechen könnten und/oder
b) andere zu sehen, wie diese sich erbrechen und/oder
c) etwas darüber zu lesen oder zu hören.

Emetophiker haben nicht alle die gleichen Ängste und die gleichen
Probleme. Auch hinsichtlich der Häufigkeit und der
Intensität der Übelkeit gibt es große Unterschiede.

Für viele Emetophobiker ist nicht das Erbrechen das größte
Problem, sondern die Übelkeit und vor allem die Unvorhersehbarkeit
und Unkontrollierbarkeit des Erbrechens.
Zu erbrechen ist für sie gleichbedeutend mit,
keine Kontrolle über sich und ihren Körper zu haben, d.h sie haben
Angst, der Körper könnte ihnen die Kontrolle aus der
Hand nehmen und sie wären hilflos. Erbrechen wäre komplettes
loslassen und komplette Kontrollaufgabe!

Während manche Emetophobiker mehr Angst haben, selbst zu
erbrechen, als Jemanden erbrechen zu sehen, ist es bei anderen
gerade umgekehrt. Manche Betroffene versetzen sich durch den
Gedanken daran, vielleicht erbrechen zu müssen, in solche Panik,
dass sie eine Panikattacke bekommen, d.h. ihr Herz
rast, ihnen wird schwindlig, ihnen wird übel, sie haben Angst, die
Kontrolle über sich zu verlieren.

Manche haben nur Angst, wenn sie sich vorstellen, sich im Beisein
anderer zu übergeben, andere haben diese Angst auch
Zuhause, wenn sie alleine sind. Und wieder für andere ist
jede der beiden Vorstellungen gleichermaßen schrecklich.

Eine Emetophobie kann zu erheblichen persönlichen und sozialen
Einschränkungen führen, da die Betroffenen viele Situationen
meiden, in denen ihnen übel werden könnte und sie oder andere
erbrechen könnten.

Aufgrund ihrer Angst, sich erbrechen zu müssen, nehmen
Emetophobie-Betroffene oft wenig Nahrung zu sich, nach dem Motto:
Man kann nur erbrechen, was man gegessen hat. Dies kann
zu Essstörungen und Mangelernährung führen, die
ihrerseits Übelkeit und damit eine Emetophobie auslösen können.

Aufgrund ihrer Angst, sich erbrechen zu müssen oder anderer
erbrechen zu sehen, ziehen sich Betroffene von ihrer Umwelt
zurück. Soziale Isolation ist meist die Folge, weshalb eine
Emetophobie häufig auch mit einer sozialen Phobie einhergeht.

by http://www.lebenshilfe-abc.de